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Archive for Styczeń 2011

Amerikanisches Roulette (oder: die halsbrecherische US-Finanzpolitik)

Styczeń 29, 2011 Dodaj komentarz

Selbst die nicht gerade als linkes Kampfblatt bekannte „Boersenzeitung” aeussert sich jetzt kritisch uber die amerikanische Finanzpolitik.
Lesenswert:

Marktplatz: Amerikanisches Roulette
 
Nichts scheint derzeit die Rally an den Aktienmärkten aufhalten zu können. Als wären die Unruhen in Ägypten, die nicht weniger beunruhigenden Nachrichten über zunehmend knappe Nahrungsmittelvorräte mit potenziell weltweit destabilisierender Wirkung und die steigenden Inflationsrisiken Non-Events, hat der Dax in der abgelaufenen Woche den höchsten Stand seit mehr als anderthalb Jahren erreicht. Auch an Wall Street zeigen die Aktien-Charts scheinbar unbeeindruckt nach oben; der Dow Jones ist erstmals seit Juni 2008 über die Schwelle von 12 000 Zählern gestiegen.Der Grund für die gute Stimmung ist leicht auszumachen. Amerikas Notenbank hat wieder deutlich gemacht, dass sie an ihrem 600 Mrd. Dollar schweren Bondkaufprogramm bis auf weiteres festhält – und noch einen draufgesetzt: In einer Art Trotzreaktion auf die Bedenken, die gegen ihre ultralockere Geldpolitik geäußert worden sind, wurde mitgeteilt, dass dies in der Offenmarktausschuss-Sitzung einstimmig beschlossen wurde. Haben die internen Kritiker ihre Meinung plötzlich geändert? Wurde etwa Druck ausgeübt?Negative ImplikationenDas sind Fragen, die sich die Akteure an den Aktienmärkten nicht stellen. Für sie zählt nur, dass der bis auf weiteres sehr niedrig bleibende US-Leitzins und die hohe Liquidität in Verbindung mit den immer noch die Prognosen übertreffenden Unternehmensgewinnen beste Voraussetzungen für in der nächsten Zeit weiter steigende Aktienkurse schaffen. Letztlich hat die Vorgehensweise der Fed aber negative Implikationen. Wären die US-Währungshüter überzeugt, dass Amerikas Wirtschaft auf einem guten Weg ist, bald wieder in nennenswertem Umfang Arbeitsplätze zu schaffen, und wenig rückschlagsgefährdet ist, würden sie anders agieren.Außerdem müssen sich die Marktteilnehmer darüber im Klaren sein, dass diese Politik den erhofften Nutzen nicht bringen, sondern letztlich erheblichen Schaden anrichten wird, wenn sie zu lange beibehalten wird. Mit Bondkäufen werden die USA den Arbeitsmarkt nicht in Schwung bringen können. Nur weil Unmengen Geld ins System gepumpt werden und der Leitzins bei null liegt, werden Unternehmen nicht massenhaft Mitarbeiter einstellen. Sie werden das tun, wenn sie Vertrauen in die US-Wirtschaft haben.Die Bilanz der Fed immer weiter aufzublähen, wird jedoch auf Dauer das Vertrauen unterminieren. Das Gleiche gilt für das ausufernde Staatsdefizit der Vereinigten Staaten, das nicht ernsthaft angegangen und an den Märkten derzeit seltsamerweise ausgeblendet wird. Moody’s hat aber jetzt vor den Risiken für das Top-Rating der USA gewarnt. Die Fiskalpolitik Amerikas wird in ein Fiasko münden, wenn das Ruder nicht rechtzeitig herumgerissen wird.Nicht nur die USA, sondern sämtliche Industrieländer werden weitere negative Folgen der amerikanischen Wirtschaftspolitik spüren. Diese verstärkt über die Aufblähung der spekulativ eingesetzten Mittel den Preisauftrieb bei den Rohstoffen, darunter auch der Nahrungsmittelpreise, die zu den sozialen Unruhen in Nordafrika beitragen. Gravierender aus Sicht der Aktienmärkte ist aber der verzweifelte Kampf, den die noch als Lokomotiven der Weltwirtschaft fungierenden großen Schwellenländer als Folge u. a. der US-Politik gegen die Inflation und drohende Asset Bubbles führen. China wird weitere Leitzinserhöhungen beschließen, Indien hat den Leitsatz kürzlich auf 5,5 % angehoben, nachdem in diesem Jahr bereits Brasilien, Südkorea und Thailand die Zügel angezogen haben. Damit droht eine empfindliche Wachstumsverlangsamung in den Schwellenländern, die auch für die USA Konsequenzen haben würde.Steigende Rohstoffpreise und Inflationsraten in den Emerging Markets werden zudem auch in den USA höhere Inflationsraten produzieren. Angesichts geringer Kapazitätsauslastung und hoher Arbeitslosigkeit sind sehr hohe Inflationsraten zwar nicht zu erwarten. Aber ein Anstieg reicht, um die langfristigen Zinsen anziehen zu lassen. Dies wiederum würde die Finanzierung der Unternehmen, aber auch des amerikanischen Staats verteuern. Letztlich wird die extrem expansive Geld- und Fiskalpolitik nach hinten losgehen und die nächste, vielleicht noch schlimmere Krise lostreten, wenn nicht bald ein Umdenken einsetzt.(Börsen-Zeitung, 29.1.2011)
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Obama ernennt Goldman Sachs Berater zum Chef des nationalen Wirtschaftsrates

Styczeń 8, 2011 Dodaj komentarz

  „Wir haben noch viel zu tun”, sagte US-Präsident Barack Obama, als er sein neues Wirtschaftsteam vorstellte, das von Gene Sperling angeführt wird. An ihn knüpft Obama große Erwartungen. Eine lahmende Wirtschaft könnte Obama nämlich 2012 die Wiederwahl kosten.   

„In der Clinton-Rregierung hat er am Ende der neunziger Jahre geholfen, das Haushaltsdefizit in einen Überschuss zu verwandeln”, sagte Obama.

O.K., wenn Gene Sperling so „toll“ ist, was hat er in den letzten Jahren gemacht? Warum hat man ihn nicht eher geholt?

Ganz einfach, er arbeitete offiziell als Berater bei Goldman Sachs. 2008 hat er dafür, lt. Bloomberg, 888,727 Dolllar erhalten.

Goldman Sachs paid Sperling the $887,727 for advice on its charitable giving. That made the bank his highest-paying employer. Even Geithner’s chief of staff Patterson, who was a full-time lobbyist at the firm, did not make as much as Sperling did on a part-time basis. Patterson reported earning $637,492 from Goldman Sachs last year.

Was hat Sperling bei Goldmann Sachs gemacht? Armen Frauen in Afrika geholfen:

“My sole work for Goldman Sachs was as lead consultant on the creation, design, and initial implementation of ‘10,000 Women,’ their $100 million philanthropic effort to give business and leadership education to poor women around the world,” Sperling said.

Insgesamt hat Sperling 2008 als Berater der Finanzindustrie $2.2 Millionen verdient.

 His total income of $2.2 million was unusually high, Sperling added.

Quelle:
http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=newsarchive&sid=abo3Zo0ifzJg

D.B.